ZukunftsWirtschaftsVision

Aus RegionalesWirtschaften
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Hier möchte ich meine Visionen für eine zukünftige Gesellschaft festhalten, ausgehend von einem Wandel im Wirtschaftssystem. Gerne nehme ich Anregungen und Kritik auf; seit aber noch nicht zu hart da das Gedankengeflecht erst aufgebaut werden muß.

Jörn-Derek aus der "Ortenau"

Marktbasierende Nachhaltigkeitswirtschaft[Bearbeiten]

Ich möchte mich dem Thema einfach mal über eine Definition nähern; als Fokus für den weiteren Denkprozess. Ungewöhnlich vielleicht, aber mal einen Versuch wert denke ich.

Begriffserläuterung[Bearbeiten]

Im Zentrum des Systems steht die Nachhaltigkeit als Zielsetzung des wirtschaftlichen Handelns. Die Wirtschaft soll die Menschen mit den benötigten Gütern und Dienstleistungen versorgen, jedoch unter der Maßgabe eine lebendige, ausgewogene Gesellschaft und eine ökologisch intakte Umwelt zu erhalten oder (wie in den meisten heutigen Systemen nötig) zu erschaffen. Die Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Nebeneffekt, sondern muß im Zentrum stehen.
Wir haben keine andere Wahl ! Gibt es ein besseres Argument ? Wir müssen die Gewichtung so legen, um unsere Würde als Menschen zu bewahren und uns dem Geschenk dieser schönen Welt würdig zu erweisen und diese insbesondere auch zu erhalten. Jetzt könnte natürlich gesagt werden: die Bedürfnisse des Einzelnen gehen hier verloren, alles für das Kollektiv ! Falsch: der Einzelne nimmt sich nur etwas zurück; die Wirtschaft ist ja doch für Ihn (und alle anderen) da und die soziale Nachhaltigkeit erfordert ja unabdingbar ein möglichst große Zahl an zufriedenen oder gar glücklichen Menschen. Ja gerade die Nachhaltigkeit und auch der Weg dorthin führt zu einem Aufwerten der menschlichen Beziehungen, die für fast jeden den größten Lebensinhalt bilden. Die Transformation einer Ego-Gesellschaft in eine Wir-Gesellschaft

Der freie Markt mit seinen Elementen dient hier nur mehr als Medium und Motor, nicht jedoch als Selbstzweck. Die Wirkung des Marktes und seine Effizienz ist unbestritten, eine dynamische, möglichst feine Steuerung jedoch unabdingbar.
Zu stark ist noch das politische Ringen um den Markt, als Allheilmittel für die einen, als Höllenmaschine für die anderen. Ein Markt, mit neuen Mitteln gezähmt (nicht gebändigt)ist Gold wert: als Drehtür zum Austausch von Waren, Leistungen, Ideen und Möglichkeiten ist er wohl auch unabdingbar für den Entwicklungsstand der heutigen Menschen.

Ziel[Bearbeiten]

Das Ziel dieser Wirtschaftsform ist es, ein sozial und ökologisch intaktes Lebensumfeld zu begünstigen. Die soziale Qualität wäre an der Zufriedenheit eines möglichst großen Teils der Bevölkerung zu messen, die Ökologische an der Qualität der natürliche Lebensräume des Wirtschaftsraumes, der Schonung von natürlichen Ressourcen und dem Ausbau regenerativer Systeme.

Werkzeuge[Bearbeiten]

Die wichtigste Vorgabe ist, Entscheidungen und Handlungen wirtschaftspolitischer Natur zum größtmöglichen Teil in die Regionen zu verlagern. Durch einen möglichst großen Anteil regionaler Selbstversorgung gewinnt die Wirtschaft eine hohe Stabilität und schont die Ressourcen durch kurze Wege der Produkte. Ebenso wird sichergestellt, das ein großes Spektrum an Fachkompetenz und Fertigungsressourcen vor Ort vorgehalten werden. Des weiteren soll die Realwirtschaft gestärkt werden um Spekulationsblasen zu verhindern. Dabei wirken komplementäre Geldsysteme unterstützend, sowohl als Regionale Zweitwährungen als auch als Sektoralwährungen wie z. B. Zeitkonten in der Altersvorsorge.

Titelideen

Organ-ismus – Der neue Weg

1.Einleitung : Abgrenzung zum Bestehenden[Bearbeiten]

1989, Perestroika, Zerfall des Ostblocks und der damit verbundenen Konkursmeldung des Kommunismus, und somit der Sieg des Kapitalismus.

Der Kapitalismus hat sich als funktionstüchtiger erwiesen als der Kommunismus (in der Gestalt des Sozialismus, Maoismus o.ä.) und somit fühlten sich dessen Vorreiterstaaten (allen voran die USA) in ihrem Gesellschaftsbild allgemein bestätigt; was sich aktuell sehr schön aus der Agitation der USA in ihrem Krieg gegen den Terror herauslesen lässt.

Jedoch hat der Kapitalismus als dominierendes System einen gravierenden Nachteil: seine grundlegende Rücksichtslosigkeit. Trotz verschiedener Abfederungen (z.B. die soziale Marktwirtschaft und ökologischer Gesetzgebung) möchte ich sein Verhalten dennoch mit dem eines wildgewordenen Elefanten vergleichen: unbändige Kraft ohne Feingefühl. Dies soll natürlich nicht seine einzelnen Teilnehmer oder Unternehmen beschreiben sondern seine Wirkung als Ganzes.

Marx und seine Kritik haben bis heute recht behalten: die grosse Kluft zwischen Besitz und Arbeit ist weiterhin vorhanden, evtl. sogar grösser geworden und Abhängigkeiten und der Sklaverei ähnliche Arbeitsverhältnisse bestehen weiter, wenn auch vielfach in „modernisierter“ Form.

In der Zeit seiner Begründung mag er noch eine größere Nützlichkeit bewiesen haben; doch die Umstände haben sich seither dermaßen geändert so das eine generelle Neubewertung unabdingbar ist. Dazu einige Punkte:

  • Die Globalisierung: ist die weltweite Dynamik der Wirtschaft überhaupt vereinbar mit den Prinzipien des Kapitalismus ? – Bildung von Auswüchsen und

Fokussierung der Einleitung : Unverzichtbarkeit der Ganzsicht[Bearbeiten]

Ganzsicht, ein komisches Wort allemal. Doch wie sonst die Notwendigkeit zur Beachtung nicht nur von naheliegenden sondern auch von entfernteren Faktoren beschreiben ? Umsicht ist zu schwach, Ganzheitlich in seiner Bedeutung schon zu sehr belegt von spirituellen Gesichtspunkten um neutral etwas aussagen zu können.

Also: Ganzsicht.

In diesem kleinen Wort liegt die Essenz des ganzen Ansatzes. Der in alternativen Kreisen geschmähte Begriff „Globalisierung“ und die Vernetzung und Kommunikationsmöglichkeiten der Weltbevölkerung sind Elemente, die in ihren Auswirkungen damit verknüpft sind, verbunden, eine Ganzsicht letztendlich erforderlich machen. Die Auswirkungen von Ereignissen und Entwicklungen in Teilen unserer modernen Gesellschaften auf die ganze Welt werden immer mehr und auch schneller. Jedoch werden diese Auswirkungen immer noch entscheidend von kapitalistischen Faktoren dominiert:

Macht und Besitz.

So haben wir einen regen Verkehr von Menschen, Waren und Informationen aber doch beschränkt sich dieser fast ausschließlich auf das absolut Notwendige (in den maßgeblichen Bereichen). Die Chancen, Perspektiven und Optionen die mit diesen weltumspannenden

Die Grundlage : Kapitalismus als Motor[Bearbeiten]

Es ist sicherlich unnötig, einen gesonderten Beweis für die Effizienz des Kapitalismus zu führen. Staaten, die nach marktwirtschaftlichen Grundlagen arbeiten sind generell damit sehr erfolgreich. Und dies aufgrund der Tatsache, das er normalerweise dort anspricht, wo der Mensch leicht schwach wird: die Gier nach Besitz (und Macht).

Doch letztendlich hat sich auch der Kapitalismus deklassiert: seine Kernthese, das das Streben nach eigenem Vorteil letztendlich allen nutzt. Die Schere zwischen arm und reich klafft weiter auf denn je zuvor und nur eine hohe Wirtschaftsleistung über viele Jahr verhindert massive Folgen für die unteren Gesellschaftsschichten. Ein kleines Beispiel: nach dem Studium finden sich viele Akademiker in einem Praktikum statt in einer festen Anstellung wieder, vielfach mit Anforderungen wie bei einer vollwertigen Stelle jedoch mit geringer oder gar keiner Bezahlung. Warum passiert das ? Ganz einfach, weil die Möglichkeiten (überschuss an Akademikern, Fehlen von Regeln) besteht und dies einen wirtschaftlichen Vorteil ergibt. Allein die Hoffnung, nach dem Praktikum fest angestellt zu werden sorgt für eine ausreichende Arbeitsmoral.

Selbst bei gutem Willen hat eine Firmenleitung immer weniger Möglichkeiten, für ein angemessenes Arbeitsmilieu zu sorgen: die Finanzwelt wird von immer mehr ansteigenden Renditeerwartungen beherrscht und schränkt den Spielraum des Managements in sozialen (und auch ökologischen Fragen) immer mehr ein. Natürlich gibt es eine Gegenbewegung, die nachhaltige Produkte und Produktion verstärkt würdigt; ihr Marktanteil ist jedoch immer noch klein und ihre Widerstandsfähigkeit gegen eine drohende Wirtschaftskrise vermutlich sehr gering. Wenn das Geld knapp wird wird die Kaufentscheidung noch mehr als jetzt vom Preis bestimmt.

Dies könnte nun ein Ansatz werden, den Kapitalismus zu verdammen und seine Abschaffung zu fordern. Doch dies wäre zu kurzsichtig. Der Kapitalismus reizt die Menschen (natürlich an seinen schlechten Charaktereigenschaften Egoismus und Gier) zu Leistung und Entwicklung. Dies ist natürlich grundsätzlich gut und wünschenswert, nur steht diese Stimulation leer im Raum und ist beim puren Kapitalismus nicht an eine Wertigkeit gebunden. Wenn die Produktion von Splitterbomben mehr Rendite bringt als die Herstellung von günstigen Solarkochern für die Dritte Welt dann ist die Entscheidung des Unternehmers oder Investors relativ klar. Der Kapitalismus (oder Marktwirtschaft als gefälligere Bezeichnung) stellt diese Frage nicht, er folgt immer dem grössten Ertrag in kürzester Zeit. Er schafft somit ein darwinistisches Szenario: der Stärkste (hier nun der Reichste oder Cleverste) gewinnt, die anderen bekommen die Reste. Wollen wir wirklich, das unsere Gesellschaft von solch archaischen Gesetzen gebrägt wird ? Wie schon gesagt: der Kapitalismus als dominantes System ist zu verwerfen, nicht sein Funktionsprinzip. Der Kapitalismus ist der Motor einer Wirtschaft. Momentan läuft er unter Vollgas im roten Bereich, egal ob er sich selbst zerstört oder der Wagen an die Wand fährt. Der Motor ist gut, aber es fehlt das richtige Getriebe und die Steuerung.

Was somit fehlt, ist ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, das das Prinzip der Marktwirtschaft optimal einbindet und bei der optimalen „Drehzahl“ hält.

Das System[Bearbeiten]

Was muss ein zukunftstaugliches System also beinhalten ? Zuallererst muss es gelingen, eine möglichst grosse Zahl von Menschen an den politischen Prozessen zu beteiligen. Eine stabile Gesellschaft kann sich nur auf viele wache und interessierte Menschen stützen, die aktiv am politischen Leben teilnehmen. Das in Deutschland etablierte System bietet zwar verschieden Möglichkeiten

Mechanismen und Gesetze[Bearbeiten]

Zusätzlich zu dem bekannten Prinzip der Gesetze sind übergeordnet Mechanismen erforderlich. Sie legen grundlegende Strukturen fest, die den Rahmen für die Entwicklung vorgeben und

Faktor 3 : Organ-ismus oder Soll und Muss[Bearbeiten]

Ein zentrales Prinzip ist der Gedanke des Organismus. Ein Organismus funktioniert in gewisser Weise spielerisch, das Optimieren seiner Funktionen wird von unzähligen Mechanismen geregelt, die wir trotz leistungsfähiger Wissenschaft nur zu einem gewissen Teil bisher entschlüsseln konnten.

Die Umsetzung : eine Firma als Startblock[Bearbeiten]

Die heute vorhandenen politischen Systeme sind auf Ebene von Staaten manifestiert; auch wenn sie zu Beginn auch in kleineren Bereichen, so auch Firmen angewendet wurden. Es wurde zügig versucht, sie auf einen oder gleich mehrere Staaten (z.B. Weltrevolution des Kommunismus) anzuwenden. Ihre rasante, oft auch mit Kriegen verbundene Verbreitung hat jedoch ein ordentliches „Finetuning“ verhindert. Das vorherige Establishment hat sich angepasst und/oder ein neues hat sich gebildet. Und so hat sich in den meisten Fällen auch bei Verbesserung der wirtschaftlichen und ökologischen Situation nichts Fundamentales verändert.

Staaten haben einen fixen Grundriß, natürliche Gegebenheiten und ein festes „Team“, nämlich die dort lebende Bevölkerung. Dies bietet für eine gesellschaftliche Entwicklung zwar eine Konstanz und Sicherheit, macht sie aber für äußere und innere Einflüsse viel angreifbarer als ein Unternehmen.

Ein Unternehmen wiederum ist flexibel (oder kann so gestaltet werden, wie es die Verlagerung von Produktionsstätten vorführt ), also kann es negativ wirkenden Einflüssen eines Staates (also hauptsächlich von seinen politischen und auch wirtschaftlichen Machtstrukturen ausgehend) ausweichen da es die Dynamik des Geldes und auch von (anzunehmend) engagierten Mitarbeitern nutzen kann. Dies gilt natürlich auch für Einflüsse aus der Region und Anreihnerstaaten, die die Unternehmensentwicklung über einen hinnehmbaren Level hinaus dämpfen.

Aus den vorangegangenen Kapiteln sollte klar sein: die erwähnte Flexibilität ist nicht im selben Zusammenhang zu sehen wie bei einer „normalen“ Firma. Sie ist ein notwendiger Notfallplan, ein Rettungsanker. Es werden natürlich ab einem gewissen Punkt Geld, Mitarbeiter und letztlich auch Firmenteile in andere Regionen oder Länder verlagert aber nicht unter dem Gesichtspunkt der Kostensenkung sondern unter dem Gesichtspunkt der Bereicherung und Vervielfältigung des Konzeptes (immer aber mit der Direktive: die Qualität kommt vor der Quantität). Bestehenden Standorten soll selbstverständlich die Aufmerksamkeit und Investitionen zukommen, die ihr Wachstumspotential optimal ausnutzt. Sie bedürfen der optimalen Pflege, um die Lebendigkeit ihrer Strukturen zu gewährleisten. Sobald jedoch Überschüsse anfallen (was bedeutet: Kapital und Mitarbeiter, die aktuell keinen lokalen Gewinn oder Fortschritt schaffen können) ist eine Erweiterung des Wirkungsfeldes naheliegend und letztendlich notwendig. Die Wahl wird natürlich von vielen Faktoren beeinflusst: ein ausreichend gesichertes Umfeld (im Sinne von politisch und sozial) ist ein Bedeutender davon; also einerseits die Bereitschaft und Toleranz der Mächtigen Entwicklungen zuzulassen oder gar zu fördern und andererseits der sozialen Strukturen, dies zu ermöglichen.

Die Obersten Direktiven[Bearbeiten]

Die Bezeichnung ist ganz bewusst der „Star Trek“-Serie entliehen: eine gereifte Menschheit, die in fremden Welten unterwegs ist und durch diese sicherstellen will, das Entwicklungen bei neu entdeckten Welten nicht manipuliert werden und diese ihren, auch wenn teils schmerzlichen Gang gehen können. Diese ersetzen in unserem Fall nicht die unveräusserlichen Grundrechte der Menschen. Diese stehen als Konstanten fest und sind hier keiner Diskussion unterworfen. Die Obersten Direktiven sollen den sicherstellen, das die Entwicklung der Gemeinschaft/en die richtige Richtung nimmt, ohne jedoch diese zu lähmen.

I. Wandel vor Stagnation[Bearbeiten]

Gerade in einer solch kritischen Situation, wie die Menschheit sich befindet ist eine schnelle Entwicklung erforderlich. Deshalb ist eine grosse Flexibilität und Anpassungsfähigkeit erforderlich, um die Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur bestmöglich anzupassen. Dogmen und Konstanten sind so gering wie möglich zu halten um eine möglichst lebendige Entwicklung zu ermöglichen. Der Begriff „Stagnation“ wurde jedoch bewusst gewählt um klarzustellen, das auch der Wandel kein Selbstzweck ist: bewährtes und wirkungsvolles soll erhaltenbleiben, bis es wirklich sinnvoll ersetzt werden kann.

II. Qualität vor Quantität[Bearbeiten]

Es ist ungemein wichtig, das zuerst die bestehenden Projekte eine gute Stabilität erreichen bevor sich eine Gruppierung neuen Projekten annimmt (seien es regionale, wirtschaftlich oder weltanschaulich begrenzte Projekte). Dies ist so elementar, weil eine Verausgabung für ein neues Projekt sehr schnell eine Erosion und Verfall beim Mutterprojekt nach sich ziehen kann. Personell und zeitlich begrenzte Impulse bei entsprechenden Gegebenheiten sind jedoch ebenfalls wünschenswert.

III. Wirkung vor System[Bearbeiten]

Die Konzeption in diesem Buch verfolgt den Zweck, für möglichst viele Menschen eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. Sie ist letztendlich nur ein Werkzeug, das bei zukünftiger Verfügbarkeit eines Besseren angepasst oder gegebenenfalls auch weggeworfen werden sollte. Allein die Wirksamkeit zählt.

IV. lokal vor global[Bearbeiten]

Auch wenn die Probleme, vor der wir Menschen stehen global sind und auch zum Teil globale Lösungen verlangen: die meisten Menschen leben und denken eben doch in einem überschaubaren Bereich. Um einer Entwicklung entsprechend Rückhalt zu geben ist eine möglichst grosse Unterstützung der betroffenen Menschen erforderlich. Und dies bedeutet für viele Menschen, das es bildhaft und auch nah erfolgen muss. Für globale Entwicklungen bedeutet dies, das eine ausreichende Erdung der Bemühungen vorhanden sein muss um einen Erfolg zu ermöglichen. Oder um das Bild eines Faustkämpfers aufzugreifen: ein Schlag hat nur dann seine grösste Wirkung, wenn er aus der Standfestigkeit des Fusses entsteht. Auch die Anforderungen von Kon-fu-tse an einen funktionierenden Staat beschreiben dies: nur gereifte Menschen und entwickelte kleine Einheiten können ein Staatsgebilde oder ein grosses Unterfangen tragen.

V. Integration statt Domination[Bearbeiten]

Die Lebensweise und Kultur der Menschen soll so weit als möglich erhalten bleiben, so sie den Entwicklungsprozess nicht zu stark behindert. Verwurzelung und eigene Identität sind unbedingte Anforderungen an eine lebendige Gesellschaft. Das System muss einer Gruppe nicht aufgedrückt werden sondern übersetzt.

Leistungsgedecktes Regiogeld – ein kleiner Exkurs[Bearbeiten]

Hier soll kurz beschrieben werden, wie ein leistungsgedecktes Regiogeld aufgebaut sein kann und in der Praxis funktioniert.

Begrifflichkeit[Bearbeiten]

Ein leistungsgedecktes Regiogeld ist eine Tauscheinheit (materiell oder elektronisch) für einen regionalen Markt, die ihren Wertgehalt aus einer versprochenen oder schon erbrachten Leistung (Arbeit oder Ware) bezieht.

Abgrenzung zum eurogedeckten Regiogeld[Bearbeiten]

Eurogedecktes Regiogeld hat sich mehrfach in der Praxis bewährt. Es erleichtert vor allem Unternehmern den Einstieg, die aus der Tauschbarkeit in Euro leichter mit dem Regio vertraut werden. Auch Verbraucher mit genügend Euro-Einnahmen finden hier sicherlich vorerst einen leichteren Einstieg. Es gibt auf Dauer jedoch folgende schwerwiegende Probleme:

  • beim eurogedeckten Regio wird die regionale Wirtschaft nur indirekt angeregt und zwar durch eine reale Zunahme an Handel und Dienstleistung.

Deckung[Bearbeiten]

Die Akzeptanz ist das Schlüsselelement; die Deckung ist in der Regel nur ein Fundament für diese. Sie wird in der Regel durch die Arbeitskraft der Teilnehmer und die Warenhaltung und Produktivität der Gemeinschaft (z.B. Energie) dargestellt. Die Teilnehmer können auch Eigentum in die Regionalgemeinschaft einbringen und dadurch mehr Geld schöpfen.

Dies ist besonders bei Haus-, Grund- und Produktionsmittelbesitz ein wichtiger Faktor, vor allem bei aufkommenden Krisenzeiten. Das so geschöpfte Geld ist kein Kredit-Geld sondern Haben-Geld, das als Grundstock der Gemeinschaft/Genossenschaft fungiert. Dies kann ein Werkzeug sein die Spekulation auf Grundbesitz und Produktionsmittel zu mindern indem diese in Gemeinschaftseigentum überführt werden und an die Nutzer verpachtet werden.
Ein eurogedecktes Regiogeld ist durch die hinterlegten Euro gedeckt, dieser wiederum durch staatliche Maßgabe von jedem als Zahlungsmittel akzeptiert zu werden. Beim Leistungsgedeckten muß dies jedoch selbst geleistet werden. Hier muß man nun zwischen Akzeptanz und Deckung unterscheiden. Die Akzeptanz beschreibt die Bereitschaft, den Regio anzunehmen und einen großen Anteil des eigenen Kapitalumsatzes darin zu tätigen. Sie hängt davon ab
a) in wie weit ich benötigte Waren und Dienstleistungen problemlos damit erwerben kann
b) wieviel Vertrauen ich in die Werthaltigkeit und deren Beständigkeit setze.

Wertdefinition[Bearbeiten]

Der Wert des leistungsgedeckten Regios wir durch die Angabe der einfachen, ungelernen Arbeitszeit angegeben und an diese gebunden. Es sollte parallel auch ein Eurowert vermerkt sein, dieser ist jedoch nur ein Anhaltspunkt und ist konkret nur zum Zeitpunkt der Drucklegung gültig.

Der Wert wird also in Zeit angegeben. Warum aber nicht in ... . Also muß ich diese Argumentation hier kurz führen:
Geld wird eingenommen und ausgegeben. Wenn man nun die Ausgabenseite betrachtet erhält man eine Vielzahl an Produkten und Leistungen, die man durch einen Warenkorb darstellen kann. Dieser kann auch als Grundversorgungswarenkorb dargestellt werden, aber auch dann enthält er noch viele Komponenten. Ein Warenkorb ist zum Abgleich der Wertigkeit eines Geldes sinnvoll eignet sich jedoch nicht zur Wertgebung. Nun könnte man dazu neigen, einzelne wichtige Artikel des Warenkorbs zu verwenden; diese stellen jedoch dann wiederum nur einen Teil des Warenkorbs dar und können in ihrer Wertentwicklung von ihm abweichen; besonders bei einer Bewertung in kWh könnte dies zu einer Aufwertung führen und somit Züge einer Deflation annehmen. Somit würde ich die Ausgabenseite bei der Wertgebung nicht in Betracht ziehen.

Auf der Einnahmenseite ist neben dem Erzeugen von Produkten für die meisten Menschen das Leisten von Arbeitszeit der beherrschende Faktor. Dies ist sowohl bei Erwerbsarbeit der Fall als auch bei Dienstleistern und Freiberuflern. Die Entlohnung kann mit einem Stundenlohn ausgedrückt werden, also Geld pro Zeiteinheit. Somit liegt es nahe, den Wert eines Regiogeldes in Zeit auszudrücken. Auch diese Bewertung kann sich verschieben (eine Inflation in Zeiten einer Wirtschaftskrise mit Massenarbeitslosigkeit z.B.) jedoch meines Erachtens nicht so schnell und so massiv wie bei einzelnen Gütern da es in der Inflation sich nur einer wie immer gearteten Armutsgrenze annähert die bei zu niedrigem Niveau sowieso einen gesellschaftlichen Verfall erzeugen würde und somit kein funktionierendes Wirtschaftssystem mehr als Raum hätte.

Auch auf der Einahmenseite könnte man nun wieder die kWh als Maßeinheit erwägen; dies wäre jedoch nur umsetzbar wenn ein überwiegender Teil der benötigten Energie der Region auch dort unter Kontrolle der Bürger erzeugt würde. Die Notwendigkeit zum Zukauf würde die Bewertung des Regionalgeldes mit Sicherheit verzerren, vor allem in einer sich entwickelnden Krise. Hier gilt die Regel: Bewerte dein Geld mit nichts, was du nicht in ausreichender Menge verfügbar hast

Als Zeiteinheit ist die Dauer von 6 Minuten zu empfehlen. Sie entspricht also 1/10 Stunde und weicht ca. um 30% von der Wertigkeit des Euro ab (Süddeutschland). Als Bemessungsgröße mit Cent-Teilung und mit einer gefühlten Nähe zum Euro-Wert kann damit gut gearbeitet werden.

Begriffsvorschläge: Moment, Zentl, Deka, SeMin

Umlaufsicherung[Bearbeiten]

Die Umlaufsicherung von 5% wird zum Jahreswechsel beim Verruf der Scheine fällig; bei eRegios auf Girokonten wird die Umlaufsicherung tagesgenau berechnet. Die selbst geschöpfte Geldmenge ist davon nicht betroffen, bei dem darüber hinausgehenden Betrag ist auch eine Progression der Umlaufsicherung denkbar.

Evolutionsstufen eines Geldes[Bearbeiten]

Bezogen auf den Wirkradius eines Geldes kann man sich unterschiedliche Qualitäten vorstellen. Dies wirkt sich auch auf die Gestaltung des Geldes aus:

1-25 Nutzer Ich-Geld, einfaches Papier und Laserausdruck, Handzeichen
25-150 Nutzer Wir-Geld, Sonderpapier, hochwertiger Laserdruck mit feinen Linien, Klebemarken des Herausgebers und der Mikro-Gruppe, Signet
150-1000 Nutzer Lokal-Geld, hochwertiges Sonderpapier und aufwändiger Druck, ggf. Sicherheitsmerkmale, aufwändige Klebemarken als Sicherheitsmerkmal ohne Signet
über 1000 Nutzer Regiogeld, Papier, Druck und Sicherheitsstandard auf Euro-Niveau, Wegfall der individuellen Kennzeichnung

Ich-Geld[Bearbeiten]

Dies wäre die einfachste Form der Geldschöpfung: jeder schöpft sein eigenes Geld, das heißt er/sie gibt als Bezahlung das Versprechen ab, einen bestimmten Gegenwert/Leistung zu erbringen. Ein Wechsel, der jederzeit fällig wird gegenüber dem der ihn vorzeigt; entweder in Leistung, Ware, regionaler oder nationaler Währung. Wird das Ich-Geld umfassend akzeptiert so nimmt es fast den Charakter eines regulären Geldes an. Diese Form des Tauschmittels wird aber nur in kleinen, vertrauten Kreisen einsetzbar sein.

Wir-Geld[Bearbeiten]

Die erste Stufe zum Gemeinschaftsgeld. Das Geld wird von der Gruppe oder vom einzelnen als Teil der Gruppe herausgegeben. Eine Variante wäre das Mikro-Geld. Angelehnt an das Konzept der Grameen-Bank sind immer fünf Menschen zu einer Schöpf-Gemeinschaft verbunden. Jeder kann die selbe Summe schöpfen und steht dafür ein, falls jedoch ein Mitglied der Gruppe seine geschöpfte Summe nicht ausgleichen kann bürgt die restliche Gruppe dafür. Wie bei den Grameen-Banken wirkt hier die soziale Kontrolle der Gruppe stabilisierend auf das gemeinsame Wirtschaften.

Lokal-Geld[Bearbeiten]

Lokal-Geld kann in einer Gemeinde, einer Stadt oder einem Stadtviertel herausgegeben werden. Die herausgebende Person tritt weiter in den Hintergrund, wobei das Mikro-Geld-Prinzip beibehalten werden kann. Als Garantiegeber können nun in verschiedenen Stufen weitere soziale Verbindungen auftreten. Dies können Familienverbände, Vereine und Kirchengemeinden für die Privatleute und Handwerksgilden, IHK und Gewerbevereine sein. Dies wäre ein weiterer Schritt, auf den vorhandenen sozialen und wirtschaftlichen Strukturen ein regionales Wirtschaftssystem aufzubauen.

Regionalgeld[Bearbeiten]

Als letzte Stufe in diesem Evolutionsmodell tritt nun das Regionalgeld auf den Plan. In einer Region (in diesem Konzept als nachhaltig funktionierende Einheit zur Versorgung ihrer Einwohner mit dem Grundbedarf an Nahrung, Waren, Dienstleistungen und Energie zu verstehen) funktioniert es als vollwertiges Geld das eine Grundversorgung der Bevölkerung ermöglicht. Der Einzelne schöpft das Geld nicht, er/sie bekommt es als Kredit-Geld von der Gemeinschaft. Auch hier können 5er-Gruppen und Organisationen als Bürgen mit im Spiel sein, sie treten jedoch (fast) vollkommen in den Hintergrund und spielen nur noch im internen Ausgleich eine Rolle. Die Regiogeld-Gruppe legt die Kriterien fest, nach der die Teilnehmer mit Geld ausgestattet und bewertet werden. Dabei sollte ein nachhaltiger Score zum Tragen kommen, der die Zuverlässigkeit und Kreditwürdigkeit des Einzelnen abbildet.