Szenario Neustart

Aus RegionalesWirtschaften
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Dieses Szenario wurde von User offthspc im gelben Forum entwickelt: Nehmen wir mal an es kommt zum Gau und alle Geldströme versiegen (und damit auch die Warenströme unserer globalisierten Welt).

Das ganze in meinem kleinem Kuhdorf ohne ethnische Spannungen.

Der Lokalbanker läßt sich beim Dorfwirt volllaufen, der Gemeinderat tagt seit 2 Tagen, die "Zuagroasten" die hier ihre Siedlungshäuser errichtet haben sind schon seit mehreren Wochen arbeitslos da die Großkonzerne in der Stadt nach monatelangen Produktionsstillegungen geschlossen haben, der Tankstellenpächter gibt keinen Sprit raus selbst wenn sporadisch noch der Strom eingeschaltet wird (Strombörse mangels Vertrauen auf Bezahlung durch Abnehmer etc. ebenfalls außer Funktion), ebenso der Rest der modernen und privatisierten Telekommunikation.

Der lokale Markt hat seit einer Woche keine Lieferung mehr erhalten und ist leergekauft.

Während bei den einen die Lebensmittelvorräte schwinden sitzen die Bauern auf Tonnen an lebender (Tiere) und toter (Futtervorräte, für menschlichen Verzehr notfalls geeignet) Nahrung für die sie keine Großabnehmer mehr haben bzw. fällt die allwöchentliche Futterlieferung wohl aus.

Die beiden ältlichen einheimischen Postenleiter der Polizei stehen schulterzuckend vor dem Posten während der Rest der Belegschaft aus weit entfernten Orten (lokaler Usus) gar nicht erst zum Dienst erschienen ist.

Ich gehe natürlich davon aus das sich die Menschen nicht in mordlüsterne Raubtiere verwandeln (zumindest jetzt noch nicht) und angesichts der Krisensituation eine erhöhte Kooperationsbereitschaft gegeben ist. Euro ist wertlos, Gold hat kaum wer und wer es hat rückt es nicht raus.

== Lösungsansätze ==
Wie bringt man wieder das Schmiermittel "Geld" in den lokalen Umlauf ?
; Freigeld ?
Eventuell möglich
Freiland ?
Sicher nicht möglich, die hiesigen Bauern sitzen teilweise seit Jahrhunderten auf ihren Grundstücken und eher tauchen da an Waldrändern neue Gedenkkreuze auf die an diejenigen erinnern sollen die darunter begraben sind als das da auch nur ein Quadratmeter per Zwang den Besitzer tauscht...

Das KnowHow ist da (qualifizierte AN die bislang außerorts tätig waren und ich habe schon Hobbywerkstätten in schlichten Reihenhauskellern gesehen die Mittelständler vor Neid erblaßen lassen), Manuelle Arbeit gibt es aufgrund des Mangels externer Dienstleister, mangels an Ersatzteilen, etc. mehr als genug (Aufrechterhaltung Sicherheit (um den Faktor Macht gleich wieder im Spiel zu haben) Ernte, Tierhaltung, Holzarbeiten um eine rudimentäre Energieversorgung sicherzustellen, ..)

Welchen Masterplan kann man dem Gemeinderat auf den Tisch legen um nicht in das Zeitalter des puren Warenaustausches zurückzufallen und gleichzeitig einen vorzeitigen Kollaps oder einseitige Machtansammlung (Geldansammlung) zu verhindern?

Ich gehe hier nicht von einem "Erhaltung der Staatsmacht" Ansatz aus, nehmen wir einfach an das Thema externe Machtfaktoren und deren ausführende (und eventuell korrupten) Organe ist aus diversen Gründen (kein Sprit, keine Kommunikation etc., Unruhen in den Städten) zumindest für die nächsten 5 Jahre kein Thema.

Keiner soll verhungern (also eine gewisse Solidarität und Finanzausgleich im System, gleichzeitig soll Fleiß sich auch real lohnen). Wie sieht die neue Wirtschaftsordnung anhand dieses kleinen, regionalen Beispiels in Zukunft aus ?

Lösungsvorschläge[Bearbeiten]